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BEZLER Gesundheits- und Fitnesszentrum

vom 01.11.1998 bis 31.01.2009

 

Bedauerlicherweise muss ich Ihnen mitteilen, dass das Unternehmen nach zehn Jahren geschlossen werden musste. Viele Kunden verstehen bis heute nicht, warum dies so geschehen ist. Aus diesem Grunde versuche ich die wichtigsten Fragen zu beantworten:

Wieso wurde das Unternehmen geschlossen?
Zu groß war der Schaden, den der Pächter im Jahr 2008 verursachte. Er hat das Unternehmen von Anfang an vernachlässigt und zog es vor als Fußballtrainer einige hundert Kilometer weit weg zu arbeiten. Zuerst sollte dies nur für die Zeit eines Trainingslager sein, dann für ein paar Wochen, dann für mehrere Wochen und schließlich für Jahre. Somit kümmerte er sich nicht um seine Kunden, führte selbst  keine Betreuungen durch, keinerlei Werbemaßnahmen und die Kunden- und Mitarbeiterklagen wurden ignoriert. Letztendlich kündigten viele langjährige Kunden und die dienstältesten Mitarbeiter verließen das Unternehmen. Der Pächter verstieß grob gegen die Vereinbarungen des Pachtvertrages. Nachdem die finanzielle Misere nicht mehr zu verbergen war und er zu diesem Zeitpunkt einen Zwei-Jahresvertrag bei obigem Fußballverein angenommen hatte, verließ er fluchtartig das Unternehmen (ohne Übergabe!) und fühlte sich offensichtlich nicht mehr für dieses verantwortlich. Seine "Kündigung" - welche erst Tage nach seiner Flucht einging - ist nach Gerichtsbeschluss des Landesgerichts Stuttgart nicht rechtens.

Wieso haben Sie nicht eingegriffen bzw. ihm gekündigt?
Der Pächter war Inhaber des Unternehmens und somit war nur bei nachweisbarem Vertragsbruch eine Kündigung zulässig. Da der Pächter trotz vertraglicher Vereinbarung die Bilanzen nicht offenbarte, die Pacht- und Mietzahlungen zwar verspätet aber kurz vor dem Vollzug wieder eingingen, war die rechtliche Situation zu einer fristlosen Kündigung nicht gegeben. All meine Bitten, Aufforderungen und Mahnungen blieben letztlich wirkungslos.

Wann wussten Sie, dass der Pächter den Pachtvertrag nicht mehr erfüllen möchte?
Am 15.September 2008 teilte der Pächter mit, dass er aus dem Pachtvertrag aussteigen möchte und er legte die Bilanzen erstmalig vor. Es wurde vereinbart, dass sein Steuerberater schnellstmöglich eine dem Schaden angemessene (drastisch gesunkene Umsatz- und Mitgliederzahlen
) Ablöse ermittelt, um das Unternehmen wieder aufzubauen. Erst nach vier Wochen erfuhr ich von seinem Steuerberater, dass er keine Berechnungen durchführen werde und er teilte mir mit, dass der Pächter nicht von einer außergerichtlichen Einigung ausgeht.

Zu diesem Zeitpunkt schrieb das Unternehmen bereits rote Zahlen (Umsatzzahlen gingen um 50% zurück, 35% der Mitglieder kündigten), so dass nur durch eine angepasste Ablöse-/Schadensersatzsumme eine Rettung des Unternehmens möglich gewesen wäre.

Warum verließ der Pächter zum 30.11.2008 fluchtartig das Unternehmen?
Da der Pächter  keinen unterschriebenen Mietvertrag an den Vermieter zurücksandte (er versicherte von Januar bis einschließlich September 2008 vor Zeugen, dass er einen schriftlichen Mietvertrag hätte, konnte diesen aber nicht vorweisen) - was ein weiterer Verstoß gegen den Pachtvertrag bedeutete -  teilte der Vermieter dem Pächter schließlich mit, dass er entweder sofort den unterschriebenen Mietvertrag zurücksenden müsse oder die Räume bis zum 30.11.2008 geräumt zurückzugeben hat. Der Pächter räumte allerdings nur seine persönlichen Sachen aus, kündigte am 29.11.2008 den noch übriggebliebenen Mitarbeitern und lies die gesamte Ausstattung zurück. Nach dem Motto: "Nach mir die Sinnflut". Außerdem hinterlies er ein Hinweisplakat an die Kunden, dass ihm leider gekündigt wurde und er es zu tiefst bedauert, dass er so gezwungen war das Unternehmen aufzugeben. Schuld habe alleinig Herr Bezler.

Warum wurde das BEZLER Gesundheits- und Fitnesszentrum nicht weitergeführt?
Es war trotz händeringenden Versuchen nicht mehr möglich einen Nachfolger oder Käufer zu finden, welcher bereit war das Unternehmen in dem desolaten Zustand zu übernehmen. Auch eine Übernahme durch die übriggebliebenen Mitarbeiter scheiterte am desolaten Zustand. Schließlich wurde mir am 01.02.2009 vom Vermieter mitgeteilt, dass die Mieträume umgehend zu räumen sind, da ein neuer Mieter gefunden wurde, der die Räume zum schnellst möglichen Zeitpunkt beziehen möchte. Die fristlose Kündigung war möglich, da mit dem Vorpächter nie ein schriftlicher Mietvertrag bestand und mein Mietvertrag aus den vergangenen zehn Jahren nicht mehr bestand. Mich auf einen neuen langfristigen Mietvertrag einzulassen kam aufgrund des wirtschaftlichen Zustandes des Unternehmens nicht in Frage. Eine Schonfrist zum Aufbau des Unternehmens kam für den Vermieter (eine Bank) leider auch nicht in Frage. Gerne hätte ich auch den übringgebliebenen und zur Stange gehaltenen Mitarbeitern Frau Langeneckert und Herrn Schmitt eine Existenzgrundlage bieten wollen.

Eröffnen Sie in absehbarer Zeit ein neues Gesundheits- und Fitnesszentrum? Es gibt doch nichts vergleichbares in der näheren Umgebung.
Nein. Schon vor über vier Jahren verpachtete ich das Unternehmen, da mich meine Arbeit als Heilpraktiker sehr einnimmt und ich "nur" noch unternehmensberatend tätig sein konnte. Außerdem bin ich Familienvater, ehrenamtlich und politisch engagiert. So bleibt nicht mehr die Zeit ein zusätzliches Unternehmen zu führen, geschweige denn aufzubauen.

Allerdings bin gerne bereit gute Ideen zu unterstützen und meine Kompetenz mit einzubringen. Schließlich motiviere ich meine Patienten zu regelmäßiger Bewegung und Entspannungsmaßnahmen und wünsche mir hierfür eine Einrichtung, die auch Naturheilkunde und Umwelt-/Baubiologiewissen mit integriert.

 

Was bleibt?
Trotz  diesem unschönen Ende bleiben viele schöne Erinnerungen. Das Unternehmen wurde mit einer Hand voll Kunden gestartet, wuchs von Jahr zu Jahr und die Angebote wurden im ganzheitlichen Sinne erweitert. Die konsequent ökologische Unternehmensführung wurde schließlich auch vom Land Baden-Württemberg und vom Rems-Murr-Kreis gewürdigt. Wertvolle Freundschaften mit ehemaligen Mitarbeitern und Kunden blieben bis heute erhalten. Die gesundheitlichen Erfolge, die wir mit unseren Kunden miterleben durften bleiben in guter Erinnerung und kommen heute meinen Patienten in meiner Naturheilpraxis und den Klienten in der Ernährungsberatung bei meiner Mutter zugute.

Hier ein paar Erinnerungen:

Der Beginn:

Karlheinz Mahl, Thomas Bezler und Margarete Bezler gründen das BEZLER Gesundheits- und Fitnesszentrum

Trainingsraum

Ruheraum

Kneippbereich

Das Trainerteam: Karlheinz Mahl, Nele Fischer und Thomas Bezler

 

Auszeichnung Umweltpreis 2001:

Präsentation des BEZLER Gesundheits- und Fitnesszentrums auf der Messe Killesberg in Stuttgart im Rahmen der Ausstellung ERDE 2.0

Das BEZLER-Team erhält die Auszeichnung im Bereich Dienstleistungen. Auf dem Bild von links nach rechts: Stellvertreter für Umweltminister Ulrich, Margarete Bezler, Thomas Bezler, Auszubildende Melanie Kurowski, Nele Fischer, Venecia Thomä und Karl Heinz Mahl

Fellbachs Bürgermeister Geiger gratuliert Thomas Bezler bei der Verleihung der Anerkennungsurkunde zum Umweltpreis 2001.

 

Landrat Fuchs vom Rems-Murr-Kreis gratuliert zu der Auszeichnung.

 

Infostände:

z.B. auf dem Fellbacher Herbst



Feste feiern:

jährliche Sommerfeste im Bezler-Garten mit Grillen und unvergesslichen Salatbuffets

jährliche Weihnachtsfeiern im gemütlichen Rahmen ...

 

... dazu Tombola mit Gutscheinen für die Kunden (im Bild Petra Bezler und Thomas Bezler bei der Verlosung)

... und anderes mehr.

 

Vielen Dank an alle Beteiligten und alles Gute!

Ihr Thomas Bezler

 

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