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Abschirmung HF

Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen und Anregungen für die Abschirmung von hochfrequenter Strahlung (HF), welche u.a. durch Mobilfunktechniken verursacht werden.

Hintergrund
Vor allem durch den rapiden Ausbau der Mobilfunktechnologie und den Schnurlostelefonen, W-Lan u.a.  wird die Strahlenbelastung immer höher. Die gesetzlichen Grenzwerte sind keine Vorsorgewerte und schützen nicht vor gesundheitlichen Schädigungen. Bis sich schließlich der Staat und die Kommunen  der gesundheitlichen Verantwortung annehmen, kann noch lange andauern. Die meisten Mitbürger verlassen sich auf die staatliche (Un-) Vorsoge. Somit bleibt informierten Bürgern nur eine persönliche Vorsorge durch Minimierung der Strahlenbelastung.

Welche Vorsorgewerte sind sinnvoll?
Ich empfehle Vorsorgewerte, die sich auf die Erfahrungen von Ärzten, Baubiologen und unabhängigen Wissenschaftler stützen. Beispielsweise die neueren Salzburger Vorsorgewerte und die Expositionsgrenzwerte in der DDR ab 1988 sind hierbei zu nennen.

Salzburger Vorsorgewerte:

Außenbereich 10 Mikrowatt
Innenbereich 1 Mikrowatt

Expositionswerte in der DDR ab 1988:

 

Baubiologische Richtwerte (Vorsorgewerte) für Schlafbereiche (Maes/IBN 2003):

Elektromagnetische Wellen Keine Anomalie Schwache Anomalie Starke Anomalie Extreme Anomalie
(Hochfrequenz gepulst) bis 0,1 Mikrowatt/m²   0,1 - 5 Mikrowatt/m²  5-100 Mikrowatt/m² über 100 Mikrowatt/m²

Handyfunktion

Ein Handy hat immer noch eine optimale Funktion bei ca. 0,001 bis 0,0001 Mikrowatt/m²!!!

 

Abschirmung

A: Es wurde innen im Haus die Strahlenbelastung, welche durch  DECT-Telefone der Nachbarn verursacht wird, abgeschirmt. 

B: An der Außenfassade wurde durch eine 4-cm dicke Lehmschicht die Strahlenbelastung durch Mobilfunksendeanlagen, welche sich u.a. auf dem Rathausdach im Ortskern befinden, abgeschirmt. Durch die Hanglage (das Haus liegt oberhalb) verstärken sich die Strahlungen, die von unten kommen. Hinzu kommen DECT-Strahlungsbelastungen durch Nachbarhäuser.

C: Im Dachbereich wurde mit Abschirmvlies, der unter die Dachziegel eingelegt wurde, die Einstrahlung in die Kinderzimmer reduziert. 

D: Es wurde im Innenbereich einer Naturheilpraxis durch Lehmputz abgeschirmt.

A: DECT-BASISSTATION der Reihenhausnachbarn


Im Folgenden wird eine Abschirmung eines DECT-Telefones, welches sich im Reihenhaus des Nachbarn befindet, aufgezeigt. Die Basisstation sendet auf 10 Kanälen mit ständig unterschiedlichen Stärken. Bei der Messung wurde lediglich der Kanal mit der stärksten Leistung gemessen. Die Gesamtbelastung liegt höher.

Ausgangszustand:
Die DECT-Basisstation des Nachbarn strahlt durch das Treppenhaus in die Kinderzimmer, das Bad, das Büro und das Schlafzimmer. Durch die Trennwand zwischen den Reihenhäusern strahlt es ins Wohnzimmer.

Lösung:
Abschirmung des runden Treppenhauses und der Trennwand im Wohnzimmerbereich mit Abschirmfarbe. Da die DECT-Basisstation jederzeit an einem anderen Wohnraum aufgestellt werden kann, wurde das gesamte Treppenhaus sicherheitshalber bis zur Bühne und somit über drei Stockwerke abgeschirmt.

Arbeitsablauf: HF-Messungen im "Altzustand", HF-Messungen durch provisorische Abschirmung mit Hilfe eines Abschirmvlies, Tapete im gesamten Treppenhaus entfernen, Risse im Gips überspachteln, Aufbringen der Abschirmfarbe, Aufbringen der Grundierung, Lehmstreichputz auftragen.

 

   
Im Treppenhaus wurde zu diesem Zeitpunkt der Höchstwert des DECT-2-Kanals mit 11,47 Mikrowatt/m² gemessen. Teilweise waren die Werte jedoch vielfach höher - je nach Strahlungsintensität des "ECO"-Gigasets. Durch das gemauerte runde Treppenhaus durchdringt die Strahlung zwei Mauern, ehe sie im Treppenhaus ankommt. Vom Treppenhaus aus gelangt die Strahlung ohne nennenswerte Abschwächung durch die Zimmertüren oder Gipswände in die Wohnräume.

 

Am Bett im Kinderzimmer wird als Höchstwert auf dem DECT-2-Kanal 0,431 Mikrowatt gemessen. Das ECO-DECT-Telefon hat auf Standbymodus geschaltet.

 

An der Wohnzimmerwand wird ein Maximalwert von 3320 Mikrowatt/m² gemessen. Genau gegenüber an der Wand befindet sich die DECT-Basisstation der Nachbarn. 

 

Vor dem Aufbringen der Abschirmfarbe im Wohnzimmer wird mit einem Abschirmvlies, der provisorisch angebracht wird, festgestellt, ob die Maßnahme erfolgsversprechend sein wird und wie groß der abzuschirmende Bereich ist. Auch wird überprüft, ob die anderen Strahlungen, die von den anderen Richtungen ins Haus treten, sich durch eine eventuelle Reflektion verstärken.

   Neben dem Abschirmvlies wird ein Maximalwert auf dem 9-er-Kanal von 2790 Mikrowatt/m² gemessen. Mit dem DECT-Telefon wird gerade telefoniert.

Genau an dieser Stelle befindet sich hinter der Wand beim Nachbarn die Basisstation des DECT-Telefons. Zu messen ist noch ein Wert von 0,392 Mikrowatt/m². Diese Abschirmung ist "nur" durch den Abschirmvlies verursacht. Somit kann von einer erfolgsversprechenden Abschirmung durch die Maßnahmen ausgegangen werden. Allerdings werden die Strahlen an dem Vlies und später an der Abschirmfarbe reflektiert und somit zum Verursacher zurückgeschickt. Für die Nachbarn bedeutet es eine fast doppelte Belastung. Deshalb ist es wichtig, vor den Abschirmmaßnahmen die Nachbarn zu einem strahlungsarmen Verhalten zu überzeugen. Bitte klären Sie auf jeden Fall vor der Abschirmmaßnahme die Nachbarn auf, dass durch die Abschirmung die Belastung sich drastisch erhöhen wird und es somit noch "lohnender" wird, hausgemachte Strahlung zu vermeiden!

Tipp: Bieten Sie Ihren Nachbarn ein Schnurtelefon an - oder wenn dies wirklich nicht möglich ist - ein schnurloses Telefon, welches nur dann strahlt, wenn sie telefonieren und anschließend ganz abschaltet (sog. fulleco (Fa. Swissvoice) oder eco-plus (Fa. Siemens)) zu schenken. Dies ist immer noch günstiger als jede Abschirmung!

 

Im Übergangsbereich des Abschirmvlies wird ein Max-Wert von 19,04 Mikrowatt/m² gemessen.  Mit dem DECT-Telefon wird gerade telefoniert. Somit ist eine Teilabschirmung unzureichend. Die Abschirmung muss auf die gesamte Wohnzimmerwand angebracht werden.

Die schwarze Abschirmfarbe wird auf die Wohnzimmerwand (2-jahre alter Kalkstreichputz) aufgetragen.

 

Die Wand wird anschließend weiß grundiert, damit der vorgesehene Lehmstreichputz haften bleibt.

Die Wohnzimmerwand ist fertig.

Die schwarze Abschirmfarbe wird im Treppenhaus aufgetragen.

Erst grundiert und dann den Lehmsteichputz aufgetragen. Das Treppenhaus ist fertig.

Ergebnis:
Im Wohnzimmerbereich und im Treppenhaus liegen die Maximalwerte unter 1 Mikrowatt/m². Im Kinderzimmer sind nur noch wenige Nanowatt/m² zu messen. Im Schlafzimmer wurden zusätzlich zwei Reihen Abschirmvlies verwendet.

Anmerkung:
Sollte die DECT-Basisstation einen anderen Aufstellort erhalten oder gar ein zweites in den oberen Stockwerken verwendet werden, müsste auch die gesamte Schlafzimmerwand abgeschirmt werden.

Die direkten Nachbarn im obigen Beispiel möchten allerdings auf ein fulleco-Telefon umsteigen, welches nur beim Telefonat selbst strahlt. Dies würde die Strahlenbelastung für alle Beteiligten enorm reduzieren. Zumal durch die Abschirmmaßnahmen die Nachbarn eine viel höhere Eigen-Strahlenbelastung erfahren, da die Strahlung zurück reflektiert und nicht durch das Nachbarhaus hindurch verschwindet.

 

B:  Abschirmung der Hausfassade gegen Mobilfunksendeanlagen durch 4cm-Lehmschicht

Warum Lehm?
Lehm absorbiert die Strahlung. Somit gibt es weniger Reflektion wie dies bei Abschirmgeweben u.a. der Fall wäre und welche den Balkon, die Terrasse, den Garten und die Nachbarhäuser noch stärker bestrahlen würden. Auch kann die Strahlung, welche im Haus selbst verursacht wird oder durch andere Quellen eingedrungen ist, nach außen gelangen. (kein Faradayscher Käfig)

Das Haus wurde vor 25 Jahren mit 30er-Hochlochziegel gebaut. Darauf befindet sich eine Gipsschicht und der Fassadenanstrich.

Auf die alte Hausfassade wurden Holzlattungen (4 cm tief, 6 cm breit) angebracht. 

Zwischen die Holzlattung wurde eine 4cm dicke Lehm-Sand-Blähtonmischung zur Abschirmung aufgetragen.

 

Auf die Lehmschicht wurden Schilfrohrmatten geklebt und mit Nägeln an den Holzlatten fixiert. Später mit Dämmdübel befestigt. Im Giebelbereich wurden Gutex-Holzfaserdämmplatten auf die Lattung geschraubt. Darauf kam eine Holzfassade aus Lärchenholz.

Die Schilfrohrmatten wurden mit Rotkalk verputzt. 

  Anschließend bekam das Haus eine Naturfarbe. Die Fassadenarbeiten sind fertig.

 

Ergebnis:
In den gesamten Räumen wurde die HF-Belastung durch die Lehmschicht deutlich reduziert und an den Schlafplätzen wurden annähernd die Vorsorgewerte erreicht. Die älteren dreifachverglasten Fenster sind nun die Schwachpunkte. Abschirmvorhänge, welche nachts vor die Fenster gezogen werden, eliminieren diese Schwachpunkte und bieten zudem die Möglichkeit die Fenster jederzeit offen zu lassen. 

 

 

C: Abschirmung Dachbereich gegen Mobilfunksendeanlagen

Das Abschirmvlies wurde lose unter die Dachziegel eingelegt. Es wurden so viele Bahnen eingelegt, bis die Strahlenbelastung an den Schlafplätzen tolerierbar war.

 

 

D Abschirmung einer Naturheilpraxis mit  Lehmputz innen 

Die Decke wurde mit Schilfrohr gedämmt und mit Lehm verputzt.

Die Innenwände wurden mit Schilfrohrmatten gedämmt und mit Lehm verputzt. Zuvor wurde Lehm auf die Betonwand/Ziegelwand aufgebracht um die Schilfrohrmatten an die Wand zu kleben. Somit wirken die Betonwand bzw. die 30-er Ziegelwand und zwei je ca. 2-3 cm dicke Lehmschichten abschirmend/dämpfend.

 

Der Lehmputz ist aufgebracht und trocknet nun aus. Im Lehm befinden sich Kupferrohre als Wandheizung.

Ergebnis:
Die Strahlenbelastung in und außerhalb der Praxis war und ist verhältnismäßig (Untergeschoss und zur Hälfte im Erdreich) gering - durch den Lehmputz reduzierten sich die Strahlungswerte zusätzlich. Der Lehmputz wurde aus Gründen des Raumklimas und einer Abschirmwirkung gewählt. Schließlich geht die momentane Tendenz zu noch mehr Sendeanlagen mit schädlicheren Techniken (Polizeifunk, UMTS u.a.) und nachträgliche Abschirmmaßnahmen sind mit sehr viel Mehraufwand verbunden. Auch elektrosensible Patienten fühlen sich in der Praxis wohl, wobei bei einer hochgradigen Elektrosensibilität nur echte Funklöcher wohltuend und regenerierend sind und funkarme Orte hierfür nicht ausreichend sind. 

 

Ich hoffe, dass diese Seite anderen Mitmenschen weiterhelfen wird!

 

Links:
Weitere unabhängige Infos über Mobilfunk und E-Smog gibt es bei:

www.kompetenzinitiative.de (Ärzte und Wissenschaftler)

Diagnose-Funk:
Umweltorganisation zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung
www.diagnose-funk.org

h.e.s.e. Project in the UK
www.hese-project.org
 

www.der-mast-muss-weg.de (Stuttgarter Bürgerinitiativen)

www.buergerwelle.de (Dachverband zum Schutz vor Elektrosmog)

www.mobilfunk-buergerforum.de (Dachverband im Südwesten)

www.puls-schlag.org (Mobilfunk Bürgerforum Karlsruhe)

... und viele andere!

Copyright (C)2005 by Thomas Bezler. Alle Grafiken oder Bestandteile der Homepage dürfen nicht ohne schriftliche Genehmigung verwendet werden.

 

 

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