Handyfunktion
Ein Handy hat immer noch eine optimale
Funktion bei ca. 0,001 bis 0,0001 Mikrowatt/m²!!!
Abschirmung
A: Es wurde innen im Haus die
Strahlenbelastung, welche durch DECT-Telefone der Nachbarn
verursacht wird, abgeschirmt.
B: An der Außenfassade wurde
durch eine 4-cm dicke Lehmschicht die Strahlenbelastung durch
Mobilfunksendeanlagen, welche sich u.a. auf dem Rathausdach im Ortskern
befinden, abgeschirmt. Durch die Hanglage (das Haus liegt oberhalb)
verstärken sich die Strahlungen, die von unten kommen. Hinzu kommen
DECT-Strahlungsbelastungen durch Nachbarhäuser.
C: Im Dachbereich wurde mit
Abschirmvlies, der unter die Dachziegel eingelegt wurde, die Einstrahlung
in die Kinderzimmer reduziert.
D: Es wurde im Innenbereich
einer Naturheilpraxis durch Lehmputz abgeschirmt.
A:
DECT-BASISSTATION der Reihenhausnachbarn
Im Folgenden wird eine Abschirmung eines DECT-Telefones, welches sich
im Reihenhaus des Nachbarn befindet, aufgezeigt. Die Basisstation sendet
auf 10 Kanälen mit ständig unterschiedlichen Stärken. Bei der Messung
wurde lediglich der Kanal mit der stärksten Leistung gemessen. Die
Gesamtbelastung liegt höher.
Ausgangszustand:
Die DECT-Basisstation des Nachbarn strahlt durch das Treppenhaus in
die Kinderzimmer, das Bad, das Büro und das Schlafzimmer. Durch die Trennwand
zwischen den Reihenhäusern strahlt es ins Wohnzimmer.
Lösung:
Abschirmung des runden Treppenhauses und der Trennwand im
Wohnzimmerbereich mit Abschirmfarbe. Da die DECT-Basisstation jederzeit an
einem anderen Wohnraum aufgestellt werden kann, wurde das gesamte
Treppenhaus sicherheitshalber bis zur Bühne und somit über drei
Stockwerke abgeschirmt.
Arbeitsablauf: HF-Messungen im
"Altzustand", HF-Messungen durch provisorische Abschirmung mit
Hilfe eines Abschirmvlies, Tapete im gesamten Treppenhaus entfernen, Risse
im Gips überspachteln, Aufbringen der Abschirmfarbe, Aufbringen der
Grundierung, Lehmstreichputz auftragen.

Im Treppenhaus wurde zu diesem Zeitpunkt der Höchstwert des DECT-2-Kanals
mit 11,47 Mikrowatt/m² gemessen. Teilweise waren die Werte jedoch
vielfach höher - je nach Strahlungsintensität des "ECO"-Gigasets.
Durch das gemauerte runde Treppenhaus durchdringt die Strahlung zwei
Mauern, ehe sie im Treppenhaus ankommt. Vom Treppenhaus aus gelangt die
Strahlung ohne nennenswerte Abschwächung durch die Zimmertüren oder
Gipswände in die Wohnräume.
Am
Bett im Kinderzimmer wird als Höchstwert auf dem DECT-2-Kanal 0,431
Mikrowatt gemessen. Das ECO-DECT-Telefon hat auf Standbymodus geschaltet.
An der Wohnzimmerwand wird
ein Maximalwert von 3320 Mikrowatt/m² gemessen. Genau gegenüber an der
Wand befindet sich die DECT-Basisstation der Nachbarn.
Vor
dem Aufbringen der Abschirmfarbe im Wohnzimmer wird mit einem
Abschirmvlies, der provisorisch angebracht wird, festgestellt, ob die
Maßnahme erfolgsversprechend sein wird und wie groß der abzuschirmende
Bereich ist. Auch wird überprüft, ob die anderen Strahlungen, die von
den anderen Richtungen ins Haus treten, sich durch eine eventuelle Reflektion verstärken.
Neben
dem Abschirmvlies wird ein Maximalwert auf dem 9-er-Kanal von 2790
Mikrowatt/m² gemessen. Mit dem DECT-Telefon wird gerade telefoniert.
Genau an dieser Stelle befindet sich hinter der Wand beim Nachbarn die
Basisstation des DECT-Telefons. Zu messen ist noch ein Wert von 0,392
Mikrowatt/m². Diese Abschirmung ist "nur" durch den
Abschirmvlies verursacht. Somit kann von einer erfolgsversprechenden
Abschirmung durch die Maßnahmen ausgegangen werden. Allerdings werden die
Strahlen an dem Vlies und später an der Abschirmfarbe reflektiert und
somit zum Verursacher zurückgeschickt. Für die Nachbarn bedeutet es eine
fast doppelte Belastung. Deshalb ist es wichtig, vor den
Abschirmmaßnahmen die Nachbarn zu einem strahlungsarmen Verhalten zu
überzeugen. Bitte klären Sie auf jeden Fall vor der Abschirmmaßnahme
die Nachbarn auf, dass durch die Abschirmung die Belastung sich drastisch
erhöhen wird und es somit noch "lohnender" wird, hausgemachte
Strahlung zu vermeiden!
Tipp: Bieten Sie Ihren Nachbarn ein Schnurtelefon an - oder wenn dies
wirklich nicht möglich ist - ein schnurloses Telefon, welches nur dann
strahlt, wenn sie telefonieren und anschließend ganz abschaltet (sog.
fulleco (Fa. Swissvoice) oder eco-plus (Fa. Siemens)) zu schenken. Dies ist immer noch günstiger als jede Abschirmung!
Im Übergangsbereich
des Abschirmvlies wird ein Max-Wert von 19,04 Mikrowatt/m²
gemessen. Mit dem DECT-Telefon wird gerade telefoniert. Somit ist
eine Teilabschirmung unzureichend. Die Abschirmung muss auf die gesamte
Wohnzimmerwand angebracht werden.
Die schwarze
Abschirmfarbe wird auf die Wohnzimmerwand (2-jahre alter Kalkstreichputz)
aufgetragen.
Die Wand wird
anschließend weiß grundiert, damit der vorgesehene Lehmstreichputz
haften bleibt.
Die Wohnzimmerwand ist
fertig.
Die schwarze
Abschirmfarbe wird im Treppenhaus aufgetragen.
Erst grundiert und dann
den Lehmsteichputz aufgetragen. Das Treppenhaus ist fertig.
Ergebnis:
Im Wohnzimmerbereich und im Treppenhaus liegen die Maximalwerte unter
1 Mikrowatt/m². Im Kinderzimmer sind nur noch wenige Nanowatt/m² zu
messen. Im Schlafzimmer wurden zusätzlich zwei Reihen Abschirmvlies
verwendet.
Anmerkung:
Sollte die DECT-Basisstation einen anderen Aufstellort erhalten oder
gar ein zweites in den oberen Stockwerken verwendet werden, müsste auch
die gesamte Schlafzimmerwand abgeschirmt werden.
Die direkten Nachbarn im obigen Beispiel möchten allerdings auf ein
fulleco-Telefon umsteigen, welches nur beim Telefonat selbst
strahlt. Dies würde die Strahlenbelastung für alle Beteiligten enorm
reduzieren. Zumal durch die Abschirmmaßnahmen die Nachbarn eine viel
höhere Eigen-Strahlenbelastung erfahren, da die Strahlung zurück
reflektiert und nicht durch das Nachbarhaus hindurch verschwindet.
B:
Abschirmung der Hausfassade gegen Mobilfunksendeanlagen durch
4cm-Lehmschicht
Warum Lehm?
Lehm absorbiert die Strahlung. Somit gibt es weniger Reflektion wie dies
bei Abschirmgeweben u.a. der Fall wäre und welche den
Balkon, die Terrasse, den Garten und die Nachbarhäuser noch stärker
bestrahlen würden. Auch kann die Strahlung, welche im Haus selbst
verursacht wird oder durch andere Quellen eingedrungen ist, nach außen
gelangen. (kein Faradayscher Käfig)
Das Haus wurde vor
25 Jahren mit 30er-Hochlochziegel gebaut. Darauf befindet sich eine
Gipsschicht und der Fassadenanstrich.

Auf die alte Hausfassade wurden Holzlattungen (4 cm tief, 6 cm breit)
angebracht.
Zwischen die
Holzlattung wurde eine 4cm dicke Lehm-Sand-Blähtonmischung zur
Abschirmung aufgetragen.
Auf die
Lehmschicht wurden Schilfrohrmatten geklebt und mit Nägeln an den
Holzlatten fixiert. Später mit Dämmdübel befestigt. Im Giebelbereich
wurden Gutex-Holzfaserdämmplatten auf die Lattung geschraubt. Darauf kam
eine Holzfassade aus Lärchenholz.
Die Schilfrohrmatten wurden mit Rotkalk verputzt.
Anschließend bekam
das Haus eine Naturfarbe. Die Fassadenarbeiten sind fertig.
Ergebnis:
In den gesamten Räumen wurde die HF-Belastung durch die Lehmschicht
deutlich reduziert und an den Schlafplätzen wurden annähernd die
Vorsorgewerte erreicht. Die älteren dreifachverglasten Fenster sind nun die
Schwachpunkte. Abschirmvorhänge, welche nachts vor die Fenster gezogen
werden, eliminieren diese Schwachpunkte und bieten zudem die Möglichkeit
die Fenster jederzeit offen zu lassen.
C:
Abschirmung Dachbereich gegen Mobilfunksendeanlagen

Das Abschirmvlies wurde
lose unter die Dachziegel eingelegt. Es wurden so viele Bahnen eingelegt,
bis die Strahlenbelastung an den Schlafplätzen tolerierbar war.
D
Abschirmung einer Naturheilpraxis mit Lehmputz innen
Die Decke wurde mit
Schilfrohr gedämmt und mit Lehm verputzt.

Die Innenwände
wurden mit Schilfrohrmatten gedämmt und mit Lehm verputzt. Zuvor wurde
Lehm auf die Betonwand/Ziegelwand aufgebracht um die Schilfrohrmatten an
die Wand zu kleben. Somit wirken die Betonwand bzw. die 30-er Ziegelwand
und zwei je ca. 2-3 cm dicke Lehmschichten abschirmend/dämpfend.
Der Lehmputz ist
aufgebracht und trocknet nun aus. Im Lehm befinden sich Kupferrohre als
Wandheizung.
Ergebnis:
Die Strahlenbelastung in und außerhalb der Praxis war und ist
verhältnismäßig (Untergeschoss und zur Hälfte im Erdreich) gering -
durch den Lehmputz reduzierten sich die Strahlungswerte zusätzlich. Der
Lehmputz wurde aus Gründen des Raumklimas und einer
Abschirmwirkung gewählt. Schließlich geht die momentane Tendenz zu noch
mehr Sendeanlagen mit schädlicheren Techniken (Polizeifunk, UMTS u.a.)
und nachträgliche Abschirmmaßnahmen sind mit sehr viel Mehraufwand
verbunden. Auch elektrosensible Patienten fühlen sich in der Praxis wohl,
wobei bei einer hochgradigen Elektrosensibilität nur echte Funklöcher
wohltuend und regenerierend sind und funkarme Orte hierfür nicht
ausreichend sind.
Ich hoffe, dass diese Seite anderen Mitmenschen weiterhelfen wird!
Links:
Weitere unabhängige Infos über Mobilfunk und E-Smog gibt es bei:
www.kompetenzinitiative.de
(Ärzte und Wissenschaftler)
Diagnose-Funk:
Umweltorganisation zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung
www.diagnose-funk.org
h.e.s.e. Project in the UK
www.hese-project.org
www.der-mast-muss-weg.de
(Stuttgarter Bürgerinitiativen)
www.buergerwelle.de
(Dachverband zum Schutz vor Elektrosmog)
www.mobilfunk-buergerforum.de
(Dachverband im Südwesten)
www.puls-schlag.org
(Mobilfunk Bürgerforum Karlsruhe)
... und viele andere!

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